Ich habe heute einen interessanten Beitrag im Elternmagazin über selbstbestimmtes Schlafen gelesen. Ein Thema, welches die Gemüter stark spaltet. Schließlich sollte das Kind ja gerade am Anfang, also als Neugeborenes, sich an die Schlafenszeiten der Elterngeneration gewöhnen und den Tag-Nacht-Rhythmus erlernen. Wie Eltern aber schnell lernen werden, kann dieser Lernfortschritt bei jedem Kind sehr unterschiedlich sein. Während einige Babys bereits nach drei Monaten einen recht geregelten Schlafrhythmus gefunden haben, kämpfen andere mit sechs Monaten noch immer mit den Tages- und Nachtzeiten. Für Befürworter des selbstbestimmten Schlafen existiert ein solches Argument nicht. Oder besser gesagt: Sie erlauben ihren Babys bzw. Kindern zu schlafen, wann immer diese das wollen.

Dadurch sollen die persönlichen Schlafpräferenzen gefördert werden. So gibt es beispielsweise Kinder, die mehr Schlaf brauchen als andere oder nicht auf ihren Mittagsschlaf verzichten wollen. Jedoch kann das schnell mit den Schulzeiten kollidieren. Wie ich nämlich las, gehen einige siebenjährige Kinder nicht vor 22 Uhr ins Bett und sind dann so geschafft, dass sie entweder auf der Couch einschlafen und ins Bett getragen werden müssen oder sogar morgens nicht aufstehen wollen. Bei Schulbeginn zwischen sieben und acht Uhr ist das natürlich ungünstig. Andere Eltern berichten, dass die Kinder nächtlich oder morgendlich erschrocken aufgewacht seien, da sie plötzlich im Bett und eben nicht mehr auf der besagten Couch lagen. Nach mehreren Monaten soll sich das Schlafverhalten aber regulieren und die Kinder holen sich selbst den Schlaf, den sie wirklich brauchen.

Gerade bei Teenagern sehe ich noch ein weiteres Problem: Sie bleiben gern bis in die Puppen wach, da sie sich abends nicht müde fühlen oder mit What’s App und Co. Auf Trab halten. Natürlich sollte ein Kind in dem Alter selbst über die Einschlafzeiten entscheiden, ein Tipp seitens der Eltern kann sicherlich aber nicht schaden. Ob der Teenie darauf aber hört, ist wohl fragwürdig. Bei jüngeren Kindern ist der Einfluss wohl noch größer. Hier ist noch ein Beitrag mit einigen Tipps dazu: http://unerzogenleben.com/index.php/2016/06/06/4-ideen-wie-du-selbstbestimmt-schlafende-kinder-ueberlebst/.