Jedes Jahr ist es dasselbe Theater für Eltern: Der Kindergeburtstag steht vor der Tür und man hat absolut keine Ideen. Und schon ist die Panik vorprogrammiert. Schließlich gibt es in den nächsten Wochen noch so viele Fragen zu klären: Wo wollen wir eigentlich feiern? Wer ist eingeladen und wer nicht? Welche Geschenke müssen noch besorgt werden? Was gibt es zu essen? Welche Spiele sind geplant? Und, und, und. Der Fragenkatalog scheint schier kein Ende zu nehmen. Und dabei kann die Planung so leicht sein, mit den richtigen Tipps.

Stress vermeiden und Hilfe organisieren

Last-Minute-Partys sind zwar unter Jugendlichen sehr gefragt, als Elternteil sollte man aber lieber auf eine längerfristige Planung setzen. Denn neben dem Alltag und dem Berufsleben bleibt für die meisten Eltern nicht so viel Zeit – und man möchte dem Kind ja eine unvergessliche Party bieten. Deshalb sollte man mindestens drei Wochen vorher beginnen, die grobe Organisation durchzusprechen. Und das macht sich am besten zu zweit oder zu dritt. Schließlich ist beim Kindergeburtstag immer eine Extra-Hand – und auch eine Extra-Idee - angebracht. Ob die eigene Mutter, die Oma oder eben die Tante: Wenn es darum geht, Stress zu vermeiden, sollte man jede Hilfe in Anspruch nehmen. Das gilt besonders für die Party selbst. Muss nämlich beispielsweise ein Kind einmal mit Begleitung auf Toilette, so kann man die restliche Rasselbande nicht unbeaufsichtigt lassen. Sonst wird es hektisch. Und auf Hektik reagieren Kinder schnell unruhig. Eine gute Logistik ist also alles, worauf es beim Kindergeburtstag ankommt.

Der richtige Ort zum Feiern

Um die Einladungen verschicken und die Dekoration vorbereiten zu können, müssen Eltern als erstes abklären, wo die Party eigentlich stattfinden soll. Zwar feiern die meisten Eltern in den eigenen vier Wänden oder im Garten, jedoch sind Erlebnisgeburtstage groß im Kommen. So kann man beispielsweise den Kindergeburtstag im Schwimmbad, in einem spannenden Museum, im Kino oder in einem Indoor-Park feiern. Der Vorteil ist hierbei, dass Eltern nicht so viel Zeit mit der Organisation verbringen müssen, da das Bespaßungsprogramm für die Gruppe inklusive ist. Ein vorgefertigtes Programm ganz ohne elterlichen Planungsstress also. Für den kleinen Geldbeutel ist das aber meistens nicht. Denn ein Tag mit sechs Kindern im Kino kann locker hundert Euro kosten plus Essen, Partygeschenke, usw. Ähnlich sieht es bei den anderen Erlebniseinrichtungen aus. Doch das ist nicht das einzige Problem: Während man nämlich Zuhause oder im Garten gemeinsam die Geschenke auspacken, essen, singen und spielen kann, geht das Gefühl der Gemeinsamkeit gerade im Indoor-Park oder in einem Spieleparadies gern verloren. Besser ist da eine Sause im Wald samt Lagerfeuer, Hexenkostüm und Schnitzeljagd. Länger als vier Stunden sollte der Kindergeburtstag eh nicht dauern. Weitere Tipps, wo man auswärts feiern kann, gibt es hier.

Die Anzahl der Gäste begrenzen

Hier darf das Kind definitiv ein Wort mitreden. Schließlich ist es seine Party. Als Elter kann man aber auf mögliche Probleme hinweisen, etwa wenn das eigene Kind den Klassentyrannen einladen möchte, der definitiv für Ärger sorgen wird. Besteht das Kind trotzdem auf die Einladung, dann muss man das akzeptieren und sich auf mögliche Probleme vorbereiten. Jedoch sollte man vorab die Anzahl der Gäste begrenzen, sodass man unnötigen Stress vermeidet. Denn mehr als sechs bis acht Kinder können für die Eltern schnell unübersichtlich werden. Deshalb sollte man seinem Kind diesbezüglich klare Grenzen aufzeigen und es darauf hinweisen, dass es diese einzuhalten hat. Grundsätzlich gilt aber die Faustregel: Die Zahl der Geburtstagsgäste sollte dem Alter des Kindes entsprechen. Ab einem gewissen Alter sollte dann eine Obergrenze gezogen werden, sodass die Gästeliste nicht unübersichtlich wird. Zudem haben die Eltern der Gäste nichts auf dem Kindergeburtstag zu tun. Bei einem Kaffeekränzchen kann nämlich allzu schnell die Aufmerksamkeit verloren gehen.

Die perfekten Spiele für den Kindergeburtstag

Wahrscheinlich kennen die meisten Eltern selbst noch Spiele wie Topfschlagen, Eierlaufen, Ballontanz und Sackhüpfen aus der eigenen Kindheit. Diese Klassiker sind bei Kindern nach wie vor angesagt – und der perfekte Kontrast zu Video- und Konsolenspielen. Noch beliebter als das Herumtollen im Garten sind bei Kindergarten- und Grundschulkindern Motto-Partys. Diese können aber sehr aufwändig werden: Kostüme müssen gebastelt werden, wenn man nicht noch den Karneval Harlekin irgendwo im Kleiderschrank hat. Das Essen muss dem Motto entsprechend zubereitet werden. Schleimsuppe bei einer Gruselparty, Teegebäck bei einer Prinzessinnen-Feier. Und dann fehlt noch die Dekoration. Das meiste kann man zwar im Bastelshop oder online organisieren, aber es dauert etwas Zeit, bis man alles aufgetrieben hat. Deshalb muss eine Motto-Party unbedingt langfristig geplant werden.

Andere tolle Stimmungsmacher bei Kindergeburtstagen sind Schattentheater und eine Schnitzeljagd. Für das Schattentheater hängt man ein Bettlaken in den Türrahmen und stelle eine Stehlampe dahinter auf. Mit den Fingern macht ein Kind nun bestimmte Tiere oder Dinge vor und die anderen erraten, was gezeigt wird. Die Schnitzeljagd ist da etwas aufwändiger. Dafür müssen Zettel mit Hinweisen vorbereitet und im gesamten Haus oder Garten verteilt werden. Die Kinder jagen diesen hinterher und finden am Ende eine Schatzgrube, die sogar vergraben sein kann. Oder die Schnitzel für das Abendbrot sind plötzlich verschwunden und man muss sie wiederfinden.