Wenn man das erste Mal Eltern wird, ergeben sich einige grundlegende Fragen, die man natürlich noch unbedingt vor der Geburt klären möchte. Neben der Geburtsvorbereitung zählen dazu sicherlich auch das Einrichten des Babyzimmers und der Kauf von Equipment und Babysachen. Besonders der Kinderwagen ist oftmals eine Streitfrage. Schließlich soll dieser die Eltern und das Kind für lange Zeit begleiten. Er wird bei gemütlichen Spaziergängen dabei sein, eine Tour in den Supermarkt mitmachen, in die Straßenbahn gehievt werden und den ersten Urlaub miterleben. Viele Gründe also, um hohe Ansprüche an den Kinderwagen zu stellen, zumal es auch eine der teuersten Anschaffungen vor der Geburt sein wird.

Wie finde ich den richtigen Kinderwagen?

So gigantisch wie das Angebot im Online- und Fachhandel ist, so groß ist auch die Auswahl für werdende Eltern. Da kann man schnell die Übersicht verlieren. Deshalb sollte man sich vorab bestenfalls eine Checkliste mit den wichtigsten Kriterien machen. Dazu zählen:

Grundsätzlich gilt: Wer häufiger in unebenem Gelände, etwa im Wald oder auf Feldwegen, unterwegs ist, sollte unbedingt auf feststellbare, große Vorderräder setzen, die allen Herausforderungen gewachsen sind. Für die Stadt ist der sogenannte „Cityflitzer“ optimal, bei mit seinen kleinen, schwenkbaren Vorderrädern leichter zu manövrieren ist. Dadurch ist der Wendekreis deutlich geringer, was natürlich in engen Räumen wie in den Supermarktgängen und an der Kasse sehr praktisch ist. Hinzu kommt eine gute Bremse, die man nicht nur in bergigen Regionen benötigt, so dass das Wegrollen verhindert wird und das Baby gesichert ist. Um absolute Sicherheit zu garantieren, sollte die Feststellbremse an mindestens zwei Rädern greifen. Testen kann man dies, indem man den Kinderwagen mehrmals mit festgestellter Bremse hin- und herschiebt. Alternativ kann man in Bergregionen auch auf eine Handbremse am Kinderwagen setzen.

Was sind die optimalen Maße für den Kinderwagen?

Damit Babys einen komfortablen Liegeplatz haben, sollte die Liegeschale mindestens 80x35 Zentimeter groß sein. Babys bis sechs Monate haben hier ausreichend Platz. Möchte man den Kinderwagen länger beanspruchen, so sollte man ein größeres Modell auswählen. Das ist sicherlich auch eine Kostenfrage. Bei den Sitzmaßen sind weitere Aspekte zu beachten: So empfehlen Experten 21 bis 24 Zentimeter Sitztiefe und 35 Zentimeter Sitzbreite. Aus Sicherheitsgründen sollte die Lehnenhöhe mindestens 38 Zentimeter, bestenfalls aber 50 Zentimeter betragen.

Doch das ist noch nicht alles, was man beachten sollte. Als Elternteil ist es nämlich wichtig, einen Kinderwagen zu kaufen, der der eigenen Körpergröße entspricht. Allzu oft sieht man Mütter auf der Straße, die nach dem Schiebegriff viel zu hoch oder tief greifen müssen. Auf Dauer verursacht das starke Rückenprobleme. Als junges Elternteil möchte man sich definitiv damit nicht herumplagen. Der optimale Kinderwagen sollte deshalb mit leicht gebeugten Armen einfach schiebbar sein. Eine Alternative dazu ist eine höhenverstellbare Schiebestange.

Muss man den Kinderwagen im Auto transportieren?

Wer oftmals mit dem Auto unterwegs ist, sollte bei den Maßen des Kinderwagens die Größe des Kofferraumes beachten. Schließlich sollte das Modell auch hineinpassen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass es leicht zusammenklappbar ist und es von dem Elternteil hochgehoben werden kann. Am besten schaut man beim Kauf deshalb nach dem Nettogewicht und den Maßen im zusammengeklappten Zustand. Bei einigen großen Kombis ist es teils sogar möglich, den Kinderwagen im Ganzen zu verstauen. Das Gewicht ist auch dann entscheidend, wenn man häufiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt oder den Kinderwagen tagtäglich mehrere Treppenstufen hochtragen muss. Denn nicht in jedem alten Gebäude gibt es einen Lift. Ein Kinderwagen mit Tragetasche kann dann eine weitere Option sein. Ansonsten ist eine Hartschale praktischer und auch geräumiger für das Baby.

Welchen Komfort braucht der Kinderwagen?

Zahlreiche klassische Kinderwagen wie der Emmaljunga Kinderwagen setzen mittlerweile auf den drehbaren Aufsatz, mit dem man den Sitz vor- und rückwärts ausrichten kann. Das ist zum Beispiel dann notwendig, wenn das Baby eher ungünstig in der prallen Sonne liegt. Zusätzlich dazu sollte man sich die Reifen, die Polster, die Federn und das Zubehör anschauen. Wer auf Luftkammerreifen setzt, sollte im Laufe der Zeit keine Probleme bekommen. Anders sieht es da bei Luftreifen aus, die regelmäßig überprüft werden müssen. Das kann man Zuhause mit einem Luftpumpenset machen.

Zusätzlich dazu sollten Eltern auf die Federung achten. Falls diese nämlich zu weich oder zu hart ist, kann das Baby dauerhafte Rückenprobleme bekommen. Das TÜV-Siegel kann hierbei eine eindeutige Kaufempfehlung bieten, da es nicht nur über die Sicherheit und die enthaltenen Stoffe, sondern auch über den Sitz- und Liegekomfort Auskunft gibt. Als Extra für mehr Bequemlichkeit und Sauberkeit sollten Eltern auf die Polsterung schauen. Kann man sie ohne Aufwand entfernen und in der Waschmaschine reinigen, so ist sie optimal für den Alltag. Weiterhin sind Fußsäcke und Regencaps nützlich, so dass das Baby nicht krank wird. Besonders bei Buggys ist nämlich der Komfort eher spärlich.

Eine Übersicht über die gängigen Kinderwagenmodelle gibt es hier: http://www.kinder-ratgeber.at/kinderwagen-worauf-muss-ich-beim-kinderwagen-kauf-achten/